Studiowäsche verschleißt nicht in erster Linie durch das Tragen, sondern durch die Aufbereitung. Ein Set, das mehrfach pro Woche gewaschen wird, durchläuft im Jahr eine dreistellige Anzahl an Waschgängen, und jede Abweichung von den vorgesehenen Parametern summiert sich. Wer Waschen, Trocknen und Lagerung sauber definiert, verlängert die Nutzungsdauer erheblich und hält gleichzeitig die Passform stabil. Verbindlich sind dabei immer die Angaben auf dem Pflegeetikett der eingesetzten Wäsche; alles Weitere sind betriebliche Gewohnheiten, die sich einmal festlegen lassen. Dieser Beitrag beschreibt die relevanten Punkte in der Reihenfolge des Ablaufs und benennt die Fehler, die im Studiobetrieb am häufigsten auftreten.
Sortieren und Vorbereiten
Der Waschprozess beginnt vor der Maschine. Sinnvoll ist, Studiowäsche als eigene Gruppe zu behandeln und nicht mit Handtüchern oder anderen Textilien zu mischen. Frottee gibt Fasern ab, die sich auf glatten Materialien absetzen, und Klettverschlüsse oder offene Reißverschlüsse verursachen mechanische Schäden. Sinnvoll ist außerdem, die Wäsche auf links zu drehen, weil die Innenseite die Seite mit dem meisten Hautkontakt ist. Sets sollten beim Sortieren zusammenbleiben, damit sie nach dem Trocknen nicht mühsam zugeordnet werden müssen. Auffällig beschädigte Teile werden bereits hier aussortiert und nicht mitgewaschen. Sinnvoll ist, die Sortierung an einem definierten Ort durchzuführen, der von der Ausgabe sauberer Wäsche getrennt ist. Diese Vorbereitung dauert wenige Minuten und beeinflusst das Ergebnis deutlich. Sie ist außerdem der Zeitpunkt, an dem der Bestand grob überblickt werden kann.
Waschen: Parameter und Beladung
Beim Waschen sind drei Punkte entscheidend: Temperatur, Programm und Beladung. Die Temperatur richtet sich nach dem Pflegeetikett und sollte nicht überschritten werden, weil Hitze elastische Materialien belastet. Das Programm sollte zur Wäscheart passen; ein Programm für pflegeleichte Textilien mit reduzierter Schleuderzahl ist in vielen Fällen die passende Wahl. Die Beladung ist der am häufigsten unterschätzte Faktor: Eine überfüllte Trommel führt dazu, dass Waschmittel nicht vollständig ausgespült wird und Rückstände zurückbleiben. Diese Rückstände sind eine häufige Ursache für Gerüche, die auch nach dem Waschen wahrnehmbar bleiben. Sinnvoll ist deshalb, die Beladung eher zu reduzieren und gegebenenfalls einen zusätzlichen Waschgang einzuplanen. Waschmittel sollte nach Wasserhärte und Beladungsmenge dosiert werden, nicht nach Gewohnheit. Weichspüler wird bei Sporttextilien üblicherweise nicht empfohlen; die verbindliche Angabe steht auf dem Etikett.
Trocknen und Umlaufzeit
Nach dem Programm sollte die Wäsche zügig entnommen werden, weil sie in der Trommel nachfeuchtet und dadurch das Ergebnis verschlechtert. Ob ein Trockner verwendet werden darf, entscheidet ausschließlich das Pflegeetikett, und bei elastischen Textilien ist er nicht immer vorgesehen. Wird an der Luft getrocknet, sollten die Teile einzeln und mit Abstand hängen, weil sich zwischen berührenden Flächen Feuchtigkeit hält. Ein voll behängter Ständer verlängert die Trocknungszeit für den gesamten Durchgang. Direkte Heizungswärme ist keine geeignete Alternative, weil sie punktuell belastet. Für den Studiobetrieb ist die Trocknungszeit die relevanteste Größe, weil sie den Umlauf bestimmt. Sinnvoll ist deshalb, sie einmal realistisch zu messen und in die Ablaufplanung aufzunehmen. Wie sich das einplanen lässt, beschreibt der Beitrag zu Wasch- und Trocknungszeiten im Studioablauf.
Lagerung nach der Aufbereitung
Nach dem Trocknen entscheidet die Lagerung darüber, ob die Wäsche einsatzbereit bleibt. Sinnvoll ist ein trockener, luftiger Ort, der von gebrauchter Wäsche räumlich getrennt ist. Die Sets werden zusammengelegt und nach Größen sortiert abgelegt, sodass die Ausgabe ohne Suchen funktioniert. Eine gut lesbare Größenkennzeichnung ist dafür Voraussetzung und sollte im Zustandscheck mitgeprüft werden. Wichtig ist, vollständig getrocknete Wäsche einzulagern, weil Restfeuchte im geschlossenen Regal zu Geruchsbildung führt. Geschlossene Kunststoffbehälter sind für die Lagerung weniger geeignet als offene Regale, weil dort keine Luft zirkuliert. Sinnvoll ist außerdem, frisch aufbereitete Sets nach hinten einzusortieren, damit der Verschleiß gleichmäßig verteilt bleibt. Details dazu beschreibt der Beitrag zur übersichtlichen Lagerung sauberer Wäsche.
Typische Fehler im Studioalltag
Einige Fehler treten in Studios besonders häufig auf und lassen sich ohne Aufwand abstellen. Der erste ist eine überladene Trommel, die zu Rückständen und Geruchsbildung führt. Der zweite ist zu viel Waschmittel, das denselben Effekt verstärkt. Der dritte ist das Liegenlassen der Wäsche in der Maschine nach Programmende. Der vierte ist das Einlagern nicht vollständig getrockneter Sets. Der fünfte ist das Waschen bei zu hoher Temperatur, meist in der Annahme, damit gründlicher zu reinigen. Alle fünf lassen sich durch klare Vorgaben und eine kurze schriftliche Anweisung am Waschbereich vermeiden. Sinnvoll ist, diese Anweisung in die Einarbeitung neuer Mitarbeitender aufzunehmen. Wer sie einmal formuliert, muss die Punkte nicht wiederholt mündlich erklären. Und das Ergebnis bleibt unabhängig davon, wer den Waschgang durchführt.
Für den täglichen Studioumlauf braucht es Wäsche, die häufige Aufbereitung übersteht. Die Agiletics EMS-Wäsche ist darauf ausgelegt; aktuelle Angaben dazu finden sich hier:
Fazit
Die Pflege von Studiowäsche entscheidet stärker über die Nutzungsdauer als das Tragen selbst. Vor dem Waschen wird Studiowäsche als eigene Gruppe sortiert, auf links gedreht und von Frottee sowie Klettverschlüssen getrennt. Beim Waschen sind Temperatur und Programm nach Pflegeetikett zu wählen; die häufigste Fehlerquelle ist eine überladene Trommel in Verbindung mit zu viel Waschmittel. Nach Programmende gehört die Wäsche zügig heraus, und das Trocknen richtet sich ebenfalls nach dem Etikett, mit einzeln hängenden Teilen und ausreichend Abstand. Gelagert wird vollständig getrocknet, nach Größen sortiert, in offenen Regalen und getrennt von gebrauchter Wäsche. Eine kurze schriftliche Anweisung am Waschbereich sorgt dafür, dass das Ergebnis unabhängig von der ausführenden Person gleich bleibt.